|
|||||||||||||||||||||||
|
Modellprojekt
Mit älter werdenden Beschäftigten wachsen - NRW-Modellprojekt AGE-Management in KMU – Das Modellprojekt AGE-Management Während ausgewählte Großunternehmen sich bereits des Themas angenommen haben, schlägt sich die Sensibilisierungsarbeit jedoch leider noch nicht in der betrieblichen Praxis nieder. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nehmen die Probleme noch nicht intensiv wahr und bereiten ihre Unternehmenspolitik noch nicht auf den anstehenden Wandel vor. Wichtigster Grund für die zögerliche Umsetzung von Konzepten zur Gestaltung des demographischen Wandels ist, dass die bestehenden Instrumente und Methoden häufig noch zu wenig bekannt sind oder auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten von KMU zugeschnitten sind. Im Modellprojekt haben ein Dutzend Unternehmen und Verwaltungen unterschiedlicher Größe und aus verschiedenen Branchen gemeinsam mit Beratern, Vertretern aus Berufsgenossenschaften, Krankenkassen und Berufsverbänden praxisnahe Lösungen zur Gestaltung des demographischen Wandels erarbeitet. Zentrale Zielsetzungen des Projektes sind:
Der Hintergrund Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Sozialsysteme sind hinlänglich bekannt. Die Veränderungen der Altersstrukturen werden aber auch den Arbeitsmarkt und die betriebliche Arbeitswelt in den kommenden Jahren tief greifend und nachhaltig beeinflussen. Während das Durchschnittsalter der Belegschaften kontinuierlich steigt, rücken gleichzeitig weniger Nachwuchskräfte nach. Bereits heute sind mehr Arbeitnehmer über 50 als unter 30 Jahre alt – 2015 wird jede dritte Person im arbeitsfähigen Alter 50 Jahre oder älter sein! Dieser „demographischen Zange“ werden sich weder Unternehmen noch Verwaltungen entziehen können. Betriebe müssen ihre Leistungen zukünftig mit im Durchschnitt älteren Belegschaften erbringen - die Gewinnung neuer Arbeitskräfte wird schwieriger - der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte und leistungsfähigen Nachwuchs nimmt zu. Nordrhein-Westfalen und insbesondere weite Teile des Ruhrgebiets sind aufgrund der vorhandenen Bevölkerungsstruktur und der Stadt-Land-Wanderungsbewegungen noch deutlicher mit demographischen Problemen konfrontiert als der Rest Deutschlands. In einigen Branchen und Regionen in NRW bestehen bereits heute Engpässe bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften. Die Ausgangssituation Die meisten Unternehmen sind auf die Folgen der kontinuierlichen Alterung der Belegschaften nur unzureichend vorbereitet: die betriebliche Personalpolitik ist nach wie vor jugendzentriert, ein sehr geringer Teil von Unternehmen bietet spezielle Personalentwicklungsmaßnahmen für ältere Mitarbeiter an, einem Großteil der Betriebe sind die interne Altersstruktur, deren Fortschreibung und Konsequenzen nicht bekannt. Ein großes Risiko liegt darin, dass sich die Veränderungen durch die demographische Entwicklung schleichend vollziehen. Unternehmen laufen Gefahr, in die demographische Falle zu laufen, wenn z.B. mehrere Leistungsträger innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums gleichzeitig das Unternehmen verlassen und die Lücken nicht adäquat gefüllt werden können. Unternehmen, die das Thema frühzeitig aufgegriffen haben, bestätigen: eine „demographiefeste“ Personalarbeit, alternsgerechte Arbeitsgestaltung, kontinuierliche Kompetenzentwicklung und betriebliche Gesundheitsprogramme sichern nachhaltig die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Betriebes. AGE-Management als Lösungsansatz: Betriebe müssen sich darauf vorbereiten, dass sie zukünftig nur noch mit einer älter werdenden Belegschaft wachsen können. Herkömmliche Strategien im Personal- und Organisationsmanagement funktionieren in dieser Situation nicht mehr. Es gilt, die betriebliche Personalpolitik auf die veränderten Anforderungen hin neu auszurichten. Ziel eines „demographieorientierten“ Personalmanagement ist es, die Arbeitsfähigkeit und die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dauerhaft zu erhalten und so die Leistungsfähigkeit des Betriebes zu sichern. AGE-Management (AGE = Arbeitsfähigkeits- und Gesundheits-Erhaltung) zielt darauf ab, die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der gesamten Belegschaft im Betrieb vorausschauend zu stärken. Dieser ganzheitliche Lösungsansatz umfasst das gesamte Spektrum eines innovativen Personal- und Organisationsmanagements:
In fünf Schritten zum AGE-Management Der Einstieg in das AGE-Management erfolgt in fünf Schritten:
![]() Ist-Analyse Eine Bestandsaufnahme von Alterstruktur, Fehlzeiten, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsfähigkeit bildet die Grundlage für die Entwicklung passgenauer Lösungen. Problem-Analyse Durch Auswertung und Aufbereitung der erfassten Daten und Informationen aus Gesprächen werden spezifische Problembereiche im Unternehmen herauskristallisiert und Handlungsbedarfe abgeleitet. Maßnahmenauswahl Das betriebsspezifische AGE-Management-Konzept beinhaltet die modulare Zusammenstellung von konkreten Maßnahmen und Programmen sowie die Vereinbarung nachprüfbarer Erfolgskriterien. Zugeschnitten auf den individuellen Bedarf des Betriebs reichen die Module von vielfältigen Gesundheitsangeboten über Weiterbildungskurse bis zu Reorganisationsmaßnahmen. Durchführung Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen erfolgt durch Experten. Die Maßnahmen können z.B. Vorträge, Seminare, Gesundheits-Check-ups, Teamentwicklungstrainings etc. sein. Bewertung Der gesamte Prozess unterliegt einer kontinuierlichen Bewertung. In den einzelnen Phasen werden die Ergebnisse mit dem AGE-Management-Team abgestimmt. Dieses setzt sich aus Vertretern des Betriebes (Führung, Mitarbeitervertretung, Betriebsarzt etc.) und externen Beratern zusammen. Nutzen für Beschäftigte und Unternehmen Ein systematisches AGE-Management trägt dazu bei,
|
![]() |
|||||||||||||||||||||